Nori und Ayasha

Nori und Ayasha

Freitag, 25. August 2017

JAS/R

Nach dem Aufruf von Günter, dass noch ein Toller für die JAS/R in Schönbuch/Schönaich gesucht wird haben wir uns natürlich gerne gemeldet (eigentlich hatten wir nur die JP/R auf der Agenda) und auch wirklich noch einen Platz bekommen.

Nach einer längeren Einführung in die Theorie und Erklärung der Beweggründe der neuen JAS/R (Teddy hat hierzu ja schon sehr gut in dem eignen Thread geschrieben) ging es nach ca. einer Stunde ins Revier und wir durften als Erste starten.

Die erste Aufgabe war eine Schleppe, aber nicht so wie man sie von der Brauchbarkeitsprüfung kennt («einfach über die Wiese mit zwei Haken»), sondern nach ca. 40 Meter durch eine «Geländebürste / Dickung» und Rampe mit Brennnesseln und Dornen, danach gleich links (für uns vom Startpunkt nicht mehr einzusehen) entlang einer umgepflügten Brache und dann wieder rechts den Hang hoch, wo das Kaninchen in einer Vertiefung lag. Den Anschuss und die Richtung galt es für den Hund selbst zu finden. Also lief ich mit Ayasha los, gab sie frei und sie suchte, fand den Anschuss und die Schleppe sehr schnell und einfach, ging auf die Bürste zu, machte dort etwas langsam, nahm die Brennnesseln und Dornen an und auch gleich den Winkel nach links, dann wurde sie sich auf der Brache aber unsicher und kehrte, lief zurück in die Dickung und klärte Alternativen ab. Danach rannte sie zurück auf die Brache, fand keinen schnellen Weg und ging zu einer «Fährtenarbeit» über, wurde sehr langsam, wechselte zur lautstarken intensiver Atmung und arbeitete konzentriert den zweiten Winkel aus bis zum Stück, welches sie dann zu mir brachte und schön abgab. Viel davon hat uns die Richterin später erklärt, da wir es von unten nicht selbst sehen konnten.



Die zweite Aufgabe war die Suche im Wald. Das Suchengebiet war ca. 50 x 50 Meter mit Gestrüpp und Dornen. Ein Kaninchen und eine Ente lagen jeweils in den Dornen. Ayasha fand beide Stücke sehr schnell, nahm sie ohne Zögern auf und brachte sie mir auf einem natürlichen (nicht direkt sondern eher einfach) Weg zurück. Das ging so schnell, dass die Richter hier den Arbeitseifer und Ausdauer bei der Suche nicht wirklich gut beurteilen konnten.



Die dritte Aufgabe war eine Markierung in ca. 30 Meter Entfernung. Die Ente fiel mit einem Geräusch in etwas höheren Bewuchs und auf dem Weg gab dorthin gab es ein liegende Äste zu überwinden. Dies war vom Gelände aber eher einfach. Da die Richterin und der Werfer hier ein Missverständnis hatten (die Ente wurde zu früh geworfen, als ich Ayasha gerade ableinte und es unklar war, ob sie es überhaupt markieren konnte und Ayasha schon ohne Kommando startete) sagte sie gleich, dass wir die Aufgabe noch mal wiederholen sollten. Beides mal lief Ayasha jedoch direkt zum Stück und bei zweiten Mal wartet sie auch geduldig auf das «Go».



Die vierte Aufgabe war die beschossene Wassermarkierung, wo die Ente in ca. 30 Meter Abstand in das Schilf geworfen wird. Wir standen etwas seitlich, es ging steil ins Wasser (dafür gab es nur eine Stelle vom Bewuchs wo sie reinkonnte) und sie musste etwas schräg auf das Schilf zu schwimmen. Ayasha nahm das Wasser gleich an, schwamm direkt ins Schilf und fand die Ente. Sie wollte hinten dann aussteigen, was aber vom Gelände nicht einfach war und auf einen Doppelpfiff kam sie dann auch wieder durch das Wasser zu mir zurück und schüttelte sich nach dem sie die Ente abgegeben hatte.



Die letzte Aufgabe war die Frei-Verloren Suche im Feld. Der Ablauf hier war auch etwas neu für mich, da der Hund nicht in das Suchengebiet geschickt wurde, sondern man gemeinsam eine Art Kontrollspaziergang durch das Gebiet machte und den Hund einfach freigab. Es fielen dabei ein paar Schüsse. Das Kaninchen haben die Richter dann beim Ausbringen noch kurz einen Weg entlang geschleppt und dann an das obere Ende einer dichten niedrigen Dornenhecke geworfen. Ayasha nahm die Spur auf, zeigte das Kaninchen fast schon an ging aber nicht direkt durch die Dornen. Sie lief ein Stück weiter ging nach oben und holte sich das Kaninchen von der anderen Seite und brachte es. Weiter ging der Spaziergang, wir bogen dann mal nach links ab und blieben stehen. Hier lag der Fasan (wir sollten zwei unterschiedliche Arten von Federwild mitbringen) auch wieder in den Dornen. Auch diesen bekam Ayasha in die Nase und brachte ihn zurück.



Es war eine sehr angenehme Prüfung, die Ayasha mit «ausgeprägten jagdlichen Anlagen» bestand. Die Atmosphäre war sehr locker und es hat grossen Spass gemacht alle Hunde bei der Arbeit zuschauen zu können und natülich besonders grosse Freude an unserem kleinen Mädchen. Durch die offene Richterbesprechung konnten wir viel lernen und gute Einblicke in die Skalierung bekommen. 



Ich warte auf die n ächste Aufgabe

Klar habe ich die Ente gesehen und bringe sie zurück

Die haben mich skaliert ...?

... und nen buntes Blatt gegeben??

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