Nori und Ayasha

Nori und Ayasha

Sonntag, 4. Oktober 2015

Tollingweekend Schwarzsee

Hier gefällt es uns, ich würde schnell ohne Leine da hoch rennen ...
Auf dieses Wochenende haben wir uns schon lange Zeit gefreut – es ging nach Schwarzsee zu einem Tollingjagdtraining. Nicole, Tinu und Judith haben im Namen des Verein Toller Schweiz dieses Training mit Ute Nagel organisieren können. Ute und ihr Mann Joachim führen und züchten schon mehr als 10 Jahre Toller und haben schon an vielen Tollingjagdprüfungen erfolgreich teilgenommen. Wir konnten das vor 3 Jahren in Höör auch schon live beobachten.
Nach einem feinen Abendessen am Freitagabend, tollen Gesprächen und Anekdoten über unsere Toller ging es am Samstag in den ersten Trainingstag. Geübt wurde zunächst das Anschleichen. Hier sollte das Mensch-Hund Gespann eine harmonische Einheit bilden und zwischendurch auch einmal abwarten, damit man möglichst von den Enten ungesehen zum Sichtschutz (Ground Blind) kommt. Nori hat das mit dem Anschleichen hier noch nicht verinnerlicht – letzte Woche im Wald hat er es noch recht schön gemacht – hier war das eher ein unnötiges Hindernis um möglichst schnell ans Wasser zu kommen ;-) . Hinter dem Blind übten wir dann das Tolling. Zunächst sitzen Hund und Mensch passiv und ruhig, dann wird ein Gegenstand (zum Beispiel ein Dummyball) parallel zum Ufer hinter dem Blind vorgeworfen. Unsere Toller sollen dann schnell, freudig springend und spielerisch den Gegenstand zurück hinter das Blind zum Hundeführer apportieren. Dieses sogenannte Tolling wird ein paarmal wiederholt um dann wieder von einer Phase der ruhigen Passivität abgelöst zu werden. Dann wird das Tolling, meist zur anderen Seite, wiederholt. Diese Bewegungen locken in der Natur die Enten bis in Ufernähe und können so recht einfach erjagt werden.  Nori hat sein Tollingspielzeug schnell apportiert, aber nicht auf direktem Weg zurück – sondern musste seine Anspannung durch eine extra Runde auf der anderen Seite des Blinds noch abrunden. Auch schön zum Ansehen, allerdings nicht die eigentliche Idee;-). Mit etwas  Locken hat er aber wieder besser kooperiert - unser vierbeiniger Lausbub.  Danach gab es eine Markierung im Wasser zu apportieren. Das hat Nori sehr schön gemacht und dabei überwunden, dass er letzte Woche beim Dummytraining hier etwas skeptisch war, wenn mehr Menschen in der Nähe sind (das hängt vielleicht noch mit dem Schuss am Wasser zusammen und er war vielleicht skeptisch ob einer dieser Menschen noch schiessen würde).

Alleine wäre ich schneller am Wasser - mach mal Frauchen!

So seh ich die Enten doch gar nicht.

So ist es besser ....

dann kann ich das Dummy auch holen.

Die zweite Trainingseinheit war eine Suche im angrenzenden Schilf. Es galt  4-5 Dummies aus dem Schilf zu apportieren. Nori kennt diese Art von Aufgabe und machte seine Sache gut und lies sich nur wenig von vorhandenen Mäuselöcher ablenken, allerdings müssen wir ihm das Pinkeln, wenn er nicht gleich was findet, irgendwie noch abgewöhnen ;o)

Ok, da hinten soll ich suchen - links ist aber auch was los!?

Hab es ;-)

TJ sucht auch schon gerne.

Ute sieht alles.

Die dritte Trainingseinheit war dann nochmal das Anschleichen und Tolling, gefolgt von zwei Markierungen, eine im Wasser und eine an Land.
Es war super wie Ute mit ihrer Erfahrung die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund beobachtet, aufzeigte was alles verbessert werden kann und gute Tipps hatte wie man dies erreichen kann.
Diesen sehr schönen, aber auch langen und intensiven Trainingstag liessen wir am Abend mit einem weiteren gemütlichen und lustigen Abendessen ausklingen.

Am Sonntag führten dann Ute und Joachim mit allen Teilnehmern eine ganze Tollingjagdprüfung (allerdings mit Dummies anstatt Enten) durch. Anschleichen, Tolling, 2 Markierungen im Wasser, Suche an Land und eine Markierung an Land galt es am Stück zu erarbeiten. Das ist für diejenigen die Dummyarbeit kennen eine erstaunlich langer Test am Stück (bei den Workingtest sind es immer sehr kurze Einzelaufgaben mit langen Pausen dazwischen). Und wie bei den Tollingjagdprüfungen erstellten Ute und Joachim einen Bericht, der dem Mensch-Hunde Gespann im Anschluss erklärt wurde. Da können auch alle anderen die zugeschaut haben jeweils viel lernen. Nori hat einen schönen Bericht bekommen, natürlich schon mit dem Hinweis, dass das Anschleichen und die Suche noch deutlich verbessert werden kann.

Schon wieder anschleichen - hm ...

Tolling macht dafür Spass

Und Dummies im Wasser holen auch.

Die Richter beraten sich. Ich war doch gut oder?

Zum Abschluss führte Ute mit ihrem Gunner noch eine anspruchsvollere komplette Tollingjagdprüfung vor. Anstatt mit Dummies wurde hier mit Enten gearbeitet, die zweite Markierung im Wasser war eine Doppelmarkierung und das Suchgebiet, im Vergleich zu unserem Training, riesig. Es war beeindruckend Gunner bei der Arbeit zuzusehen, mit welcher Energie, Geschwindigkeit und Passion er die Aufgaben bewältigte. Wir freuen uns schon darauf das bald wieder in Schweden bei einer echten Prüfung beobachten zu dürfen.

Gunner ist ja auch fast ein Profi ...

.. aber da kann ich mir schon noch ein paar Kleinigkeiten abschauen

mit Dummy war ich aber fast so schnell ... ok ich trainiere noch.


So ging ein wunderschönes Trainingswochenende zu Ende und wir hoffen, dass dies bald einmal wiederholt wird. Wir hatten den Eindruck, dass alle Mensch-Hunde-Teams Spass an dieser Art zu arbeiten hatten, es war ein sehr entspanntes miteinander bei schönem Herbstwetter und in wunderschöner Umgebung. 

Ich muss laufen und Yonina und Rosi dürfen fahren - ungerecht!