Nori und Ayasha

Nori und Ayasha

Donnerstag, 10. Juli 2014

Algonquin-Park

Vom Agonquin Provinzpark hatten wir unterwegs schon öfters von den Locals gehört. Er soll ein Paradies für Kanutouren und Wanderungen sein. Dort angekommen haben wir uns auch gleich eine Wanderkarte und Kanukarte besorgt. Und wirklich mit mehreren hundert Kilometer an Wandertrails und über 2000km an Kanutouren ist er ein idealer Ort für Outdooraktivitäten. Es gab auch ein paar sehr kurze Rundwege, die jedoch sehr informativ hergerichtet waren. So zum  Beispiel über die Geschichte der Holzfällerarbeiten, wo früher unter härtesten Bedingungen dieser wichtiger Rohstoff gefällt und abtransportiert wurde. Es war dazu noch ein sehr gefährlicher Job und die Lebenserwartung der Holzfäller war nicht sehr hoch. Der Park ist auch besonders bekannt für seine Population an Wölfen, die hier in den letzten 50 Jahre beobachtet und erforscht werden konnten und viel zum Verständnis dieser Tiere (und so auch zum Sozialverhalten von Hunden) beigetragen haben. Besonders im August ist ein begehrtes "Schauspiel" mit anzuhören wie ein Mensch wie ein Wolf heult und die Wölfe wirklich antworten.


Dampfboote waren ein grosser Fortschritt

Wir sind zu einem Platz am Rock Lake gefahren und wollten zunächst den Centennial Ridges Trail wandern. Das war ein traumhafter Pfad, Hügel auf und ab, über 4 Grate mit tollen Ausblicken über den Park und entlang ein paar Seen für die wir 5h brauchten. Etwa in der Mitte der ca. 10km langen Wanderung hörten wir ein merkwürdiges Schreien. Dies war kein Vogel, sondern ein Bärenjunges, was wir vor allem daran erkannten (wir sahen es nicht), dass wir die Bärenmutter schnauben hörten (hui, sehr beeindruckend, v.a. wenn man nichts sieht). Die Schwarzbärin wollte uns unmissverständlich klar machen, dass wir nicht in Richtung des Jungen weitergehen sollten (vielleicht hat sie Nori gerochen, der aufgrund der Windrichtung bis dahin keine Witterung aufgenommen hatte). Wir gingen langsam, ruhig redend den Wanderweg weiter und aus dem "Gefahrenbereich" und konnten aus etwas Entfernung noch sehen, wie die Bärin zu unserer vorigen Position im Wald rannte - was für ein aufregendes Erlebnis.
Zurück auf dem Campingplatz begrüsste uns noch ein netter Kroate (1965 nach Kanada ausgewandert) der hier als "Gastgeber" fungierte und (vermutlich vor allem europäische) Gäste begrüsste. Er erzählte uns ein paar Geschichten und als Geschenk hatte er eine Ontario Strassenkarte und 3 Pins zum Anstecken (Ontario Flagge) für uns. Das sollten sie sich in jeder Provinz angewöhnen ;-)


Wau - hier könnte ich gut Enten apportieren


Wo schreit hier das Bärenjunge?

Ne - hier ist kein Bär mehr

Toll!