Nori und Ayasha

Nori und Ayasha

Samstag, 20. April 2013

2. Workingtest Eywald


Am Samstagmorgen um 05.30h ging es los zum zweiten Working Test in Eywald (Berner Voralpen). Wir freuten uns darauf, wieder als Helfer dabei sein zu können. Auch dieses Mal, genau wie vor einem Jahr, war Niederschlag, kalte Temperaturen und ggf. Schneefall angesagt. Und so war es auch, dass mit jedem Höhenmeter den wir dem Ziel näher kamen der Regen sich mehr und mehr in Schnee verwandelte und dieser auch liegen blieb. Am Parkplatz Eywald (auf 1050 Meter) lagen dann gute 10 cm Schnee und etwas höher im Prüfungsgelände bis zu 30 cm. 

Endlich wieder Schnee, ist doch cool ...
Auf drei nahe bei aneinander liegenden Prüfungsgebieten gab es für die Teilnehmer 6 Aufgaben zu bewältigen und im Gelände 2 und 3 wurde mit Schaufeln etwas der Schnee „geglättet“ um die Aufgaben nicht zu schwer und allen Startern möglichst gleichen Bedingungen zu gewährleisten.
Wir waren der Richterin Iris Renner als Helfer zugeteilt worden und hatten ein Gebiet im Wald. Die erste Aufgabe war ein Markieren auf recht kurze Distanz (ca. 15m). Nach einem Schuss wurde das Dummy so geworfen, dass das Hunde-Mensch Gespann sehen kann wo es landet und der Hund darf dann auf Kommando das Dummy apportieren. Die Aufgabe war jedoch doch nicht ganz so einfach da die Distanz fast zu kurz, der Hintergrund im Wald recht dunkel und die Perspektive bergauf doch verhinderte dass der Hund die genaue Fallstelle sieht. Daher liefen viele Hunde zu weit und mussten vom Hundeführer zurück beordert werden. 
Die zweite Aufgabe war eine Freiverloren-Suche. Auch hier war das Gebiet eher klein in dem insgesamt 5 Dummies ausgelegt wurden. Hundeführer und Hund wissen nicht wo die Dummies liegen und der Hund muss mit Nasenarbeit eines der Dummies finden und dann auf schnellstem Weg zurück bringen. Dabei darf er auf dem Rückweg auf keinem Fall das gefundene Dummy mit einem anderem tauschen. Insgesamt mussten zwei der fünf Dummies gefunden werden.

Aufgabe 3
Am Vormittag starteten zuerst die Novice Klasse. Dies waren insgesamt 6 Gruppen mit jeweils 5 Gespannen, wobei erst drei Gruppen ins Gelände gingen und später die zweiten drei Gruppen. Für uns war es super spannend die Arbeit der Gespanne zu beobachten und die jeweils sowohl positive als auch kritischen Kommentare der Richterin mitzubekommen. Da konnten wir sehr viel lernen und für uns war es somit auch ein sehr lehrreicher Trainingstag. Mit der Zeit konnten wir die Feinheiten der Arbeit auch immer besser selbst beurteilen. Die besten Gespanne haben souverän und ruhig agiert, der Hund ist dynamisch und auf direktem Weg zum Dummy und schnurstracks, ähnlich schnell zurück. Bei der Suche hat man hier die feine Nase, den Sucheifer und schnelles, zielstrebiges apportieren beobachten können. Es waren aber auch viele kleinere und grössere Fehler zu beobachten: unsaubere Fussarbeit, ungenaue Ausrichtung,  Dummy wird gesehen aber nicht gleich genommen, Hund reagiert nicht (sofort) auf Kommandos, Hund markiert während der Arbeit, Hund spuckt das Dummy aus, Hund sucht nicht weiter sondern frägt seinen Führer was nun, Führer gibt zu viele Kommandos, Führer reagiert zu spät, Hund tausch das Dummy, usw. usw.
Schön war auch Nicole mit Yonina zu beobachten. Yonina ist mit tollem Style, sehr dynamisch und mit voller Energie bei der Sache gewesen. Leider hat sie die Markierung nicht sofort gefunden; sonst waren es aber zwei nahezu perfekte Lösungen der Aufgaben und es gab mit 38 von möglichen 40 Punkten hier fast die volle Punktzahlt. Nur wenige Gespanne waren besser und am Ende reichte es mit 110 (von 120) Punkten auch zu einem phantastischen vierten Gesamtplatz.
Am Nachmittag kam die Schnupperklasse. Die Aufgaben waren im Wesentlich dieselben (etwas einfacher, so wurde z.B. die Markierung noch etwas näher und besser ersichtlich geworfen) und die Gespanne haben noch mehr Tipps und Feedback von den Richtern bekommen. Wir können uns vorstellen, dass hier Nori auch bald einmal mitlaufen könnte …
Nori selbst hatte das Vergnügen, dass er am Vormittag mit Tinu und am Nachmittag dann zusätzlich noch mit Nicole und Mama Yonina rumtollen zu dürfen.
Somit war es ein gelungener Tag und am Abend genossen wir noch eine feine Holzofenpizza die wir auf dem Heimweg von unterwegs bestellten und direkt um 19.30h abholen konnten.